Digitale Visitenkarte erstellen: kostenlos und Schritt für Schritt (2026)
Eine digitale Visitenkarte ist eine Seite mit deinen Kontaktdaten, Links und Social-Media-Profilen, die du per QR-Code, Link oder Handy-Wallet teilst. Was Papierkarten kosten, was auf die virtuelle gehört und wie du deine kostenlos erstellst.
Veröffentlicht am · 8 Min. Lesezeit · von Kasbu Team
Tags: Digitale Visitenkarte, Link in Bio, Anleitung
Die Visitenkarte aus Papier hat ein einfaches Problem: Wenn jemand dich wiederfinden will, liegt sie längst ganz unten in einer Schublade. Die virtuelle Visitenkarte ersetzt das Papier durch eine eigene Seite mit Kontaktdaten, Links und Social-Media-Profilen, die sich auf dem Handy öffnet, sobald jemand einen QR-Code scannt.
Dieser Ratgeber zeigt, was eine digitale Visitenkarte ist, was die Papierversion zum Vergleich kostet, was auf die virtuelle gehört und wie du deine kostenlos erstellst.
Was ist eine digitale Visitenkarte?
Eine Webseite, die wie eine Visitenkarte funktioniert. Statt Name, Telefonnummer und E-Mail-Adresse auf ein Rechteck aus Papier zu drucken, bündelst du alles unter einer einzigen Adresse, etwa kasbu.bio/annaschmidt, und teilst sie per Link, per QR-Code oder über die Wallet auf dem Handy.
Der praktische Unterschied zum Papier:
- Jederzeit aktuell. Neue Telefonnummer oder neuer Arbeitgeber? Du änderst die Seite, und wer den Link schon hat, sieht trotzdem die richtige Version.
- Viel mehr Platz. Neben den Kontaktdaten passen Portfolio, WhatsApp, Katalog, Terminbuchung, Playlist hinein, alles, was für dich Sinn ergibt.
- Du siehst, ob es funktioniert. Die Statistiken zeigen, wie viele Leute die Seite geöffnet haben. Das verrät dir eine gedruckte Karte nie.
- Sie geht nie aus. Kein „Mir sind die Karten ausgegangen“ am Abend vor einer Messe.
Was eine Visitenkarte aus Papier kostet
Zur Orientierung: Bei Printi, einer Online-Druckerei in Brasilien, kosten 1.000 Karten im Format 9 × 4,8 cm auf 300 g mattem Bilderdruckpapier, beidseitig bedruckt und ohne Veredelung, 97,41 R$ (brasilianische Real). Hundert Stück kosten 40,54 R$. Die Preise stammen von der Website von Printi, abgerufen am 14. Oktober 2026, ohne Versand.
Das ist nicht teuer. Teurer wird es, wenn sich etwas ändert: Eine neue Telefonnummer, eine neue Adresse oder ein neuer Instagram-Name heißt neu drucken. Die virtuelle Seite änderst du in einer Minute, und der gedruckte QR-Code führt weiterhin an die richtige Stelle.
Beides ergänzt sich. Viele behalten ihre Papierkarte und drucken den QR-Code ihrer virtuellen Seite darauf.
Virtuelle Visitenkarte, digitale Visitenkarte oder Link in Bio: Ist das alles dasselbe?
Im Grunde ja. Die drei Begriffe beschreiben dieselbe Idee für unterschiedliche Zielgruppen.
Digitale Visitenkarte sagen meist Leute, die geschäftlich denken: Selbstständige, Immobilienmakler, Friseurinnen, Berater. Im Mittelpunkt stehen Kontakt und Glaubwürdigkeit.
Link in Bio nennen Content Creator dieselbe Seite, weil sie entstanden ist, um das Limit von nur einem Link im Instagram-Profil zu umgehen. Im Mittelpunkt steht, das Publikum auf mehrere Ziele zu verteilen.
Virtuelle Visitenkarte liegt dazwischen: Wer danach sucht, will meist das Papier ersetzen und nicht seine Social-Media-Links ordnen.
Die Seite ist dieselbe. Es ändert sich nur, was du in den Vordergrund stellst.
Was auf keinen Fall fehlen darf
Seiten, die als Visitenkarte funktionieren, haben vier Dinge gemeinsam.
1. Ein Foto und ein Name, den man wiedererkennt. Wer deinen QR-Code gescannt hat, hat dich gerade erst kennengelernt. Öffnet die Seite mit einem austauschbaren Logo, bringt die Person dein Gesicht nicht mit dem Kontakt zusammen.
2. Ein Satz, der sagt, was du machst und wo. „Trainerin“ ist zu wenig. „Lauftrainerin in São Paulo“ beantwortet schon die Frage, die die Person im Kopf hat.
3. Ein offensichtlicher Weg, dich zu erreichen. In Brasilien, woher dieses Beispiel stammt, ist das fast immer WhatsApp. Wo auch immer du arbeitest: Nimm den Kanal, über den deine Kundschaft wirklich antwortet, und setz diese Card ganz nach oben, nicht ans Ende der Seite.
4. Ein Beleg für deine Arbeit. Fotos, ein Katalog, Kundenstimmen, Links zu Projekten. Das unterscheidet eine Visitenkarte von einer Kontaktliste.
Der häufigste Fehler ist das Gegenteil: die Seite mit allen Links vollzustopfen, die es gibt. Wenn alles gleich wichtig ist, ist nichts das Wichtigste. Entscheide dich für die eine Aktion, die die Person ausführen soll, und stell sie heraus. Die mittlere Kasbu-Seite hat etwa 4 Cards.
So erstellst du deine auf Kasbu, Schritt für Schritt
Die folgenden Schritte nutzen Kasbu, das einen kostenlosen Plan hat und keine Kreditkarte verlangt. Das Prinzip funktioniert aber mit jedem ähnlichen Tool.
1. Konto anlegen und Adresse wählen
Leg dein Konto auf kasbu.bio/register an und wähle einen Benutzernamen. Er wird zur Adresse deiner Seite, also nimm am besten deinen echten Namen oder den deiner Marke: kasbu.bio/annaschmidt macht sich auf einer gedruckten Karte besser als alles mit Zahlen in der Mitte.
Hast du schon eine Seite bei Linktree, own.page oder Avely, lass sie in einem anderen Tab offen: In Schritt 3 fügst du dieselben Links in die Cards von Kasbu ein.
2. Den Kopfbereich gestalten
Foto, Name und der Satz, der erklärt, was du machst. Nimm dir die dreißig Sekunden, die er verdient: Das ist der Teil, den die meisten lesen.
3. Die wichtigen Cards hinzufügen
Bei Kasbu ist jeder Block eine Card, die du verschieben und in der Größe ändern kannst. Für eine Visitenkarte sind diese am nützlichsten:
- WhatsApp: öffnet direkt den Chat, ohne dass die Person deine Nummer speichern muss.
- Link: für Website, Portfolio, Shop oder Terminbuchung.
- Bild: Fotos deiner Arbeit. Mit mehr als einem Foto wird die Card zum Karussell.
- Standort: eine Karte, wenn du an einer festen Adresse arbeitest.
- E-Mail und Telefon: für alle, die es klassisch mögen.
- Datei: Speisekarte, Preisliste oder Portfolio als PDF.
Der kostenlose Plan bietet 25 Cards pro Profil, und alle 36 Card-Typen sind freigeschaltet. Fang mit vier oder fünf an und bau später aus.
4. Mach sie zu deiner
Im Menü Design wählst du Farben, ein Hintergrundfoto oder einen Hintergrundeffekt, die Schrift (es gibt 14) und das Material der Cards. Seit dem 13. Oktober 2026 ist all das kostenlos. Hast du schon ein Corporate Design, nimm deine Farben: Die Karte ist eine Verlängerung davon.
5. QR-Code und Wallet-Pass holen
Unter Einstellungen findest du die zwei Buttons, die deine Karte in die echte Welt bringen:
- QR herunterladen: Der QR-Code führt zu deiner Seite und passt überall hin. Auf die Rückseite deiner Papierkarte, ins Schaufenster, aufs Namensschild, als Aufkleber aufs Motorrad, auf die letzte Folie einer Präsentation. Wie klein du ihn mindestens drucken darfst, steht in unserem Ratgeber zum QR-Code für Instagram.
- Zu Wallet hinzufügen: legt einen Pass mit deinem Foto, deinem Namen und dem QR-Code in Apple Wallet oder Google Wallet ab. Er liegt neben Bordkarten und Tickets und ist zwei Fingertipps entfernt, wenn jemand nach deinem Kontakt fragt.

So teilst du sie im richtigen Moment
Die Seite zu haben ist die halbe Miete. Die andere Hälfte ist, dass sie auftaucht, wenn jemand dich finden will.
Persönlich. Den QR-Code zu zeigen geht schneller, als die Telefonnummer zu diktieren. Auf einer Messe oder einem Event öffnest du den Wallet-Pass oder klebst den QR-Code aufs Namensschild.
Auf Instagram. Trag die Adresse ins Link-Feld deiner Bio ein. Dort ist der Begriff „Link in Bio“ entstanden, und für viele ist es immer noch der wichtigste Weg.
Auf WhatsApp. Nutz die Seite in der Begrüßungsnachricht von WhatsApp Business. So beantwortest du „Schick mir mal deinen Kontakt“ mit einem einzigen Link.
Per E-Mail. Eine Zeile in der Signatur, unter deinem Namen.
Was die virtuelle Karte kostet
Bei Kasbu enthält der kostenlose Plan die Seite, 25 Cards pro Profil, bis zu 3 Seiten, 2 Profile, alle Card-Typen, das komplette Design-Menü, den QR-Code und den Wallet-Pass. Die kostenlosen Statistiken zeigen die Gesamtzahl der Besuche und die Details des Tages.
Eine kostenlose Seite zeigt Besuchern ohne Konto einen Button „Auf Kasbu folgen“. Kasbu Pro kostet 4,99 US$ im Monat (abgerechnet in US-Dollar, umgerechnet wird bei der Zahlung) und lohnt sich, wenn du diesen Button entfernen, eine eigene Domain nutzen (www.deinname.de), unbegrenzt viele Cards haben und Statistiken über 7, 30 und 90 Tage sehen willst. Wer nur das Papier ersetzen will, kommt mit dem kostenlosen Plan aus.
Häufige Fragen
Muss ich eine App installieren? Nein. Die Seite öffnet sich im Browser der Person, die den Link bekommt, und du bearbeitest sie ebenfalls im Browser.
Funktioniert das, wenn die andere Person die App nicht hat? Ja, es ist eine ganz normale Webseite. Jedes Handy mit Kamera liest den QR-Code und öffnet sie.
Kann ich den Inhalt ändern, nachdem der QR-Code gedruckt ist? Ja, und das ist der größte Vorteil. Der QR-Code verweist auf die Adresse, nicht auf den Inhalt. Du kannst den Inhalt so oft ändern, wie du willst, und der gedruckte Code funktioniert weiter, solange du deinen Benutzernamen nicht änderst.
Kann ich mehr als eine Karte haben? Ja. Viele haben eine private und eine geschäftliche. Bei Kasbu erlaubt der kostenlose Plan zwei Profile, jedes mit eigener Adresse, eigenem QR-Code, eigenem Pass und eigenen Statistiken.
Eignet sich das auch für Unternehmen, nicht nur für Einzelpersonen? Ja. Viele Läden und Studios nutzen die Seite als Katalog mit Adresse, Öffnungszeiten und WhatsApp und kleben den QR-Code an die Tür.
Wenn du vorher sehen willst, wie das in der Praxis aussieht, schau dir Seiten von anderen Nutzern an oder lies, was Kasbu ist. Wenn du so weit bist, erstell deine kostenlos.